Avocado als fette, gesunde Frucht

Hat Fett sein schlechtes Image zu Recht?

Fett ist für den menschlichen Organismus lebensnotwendig. Und Fett an sich macht nicht dick. Es macht erst dick, wenn man so viel davon zu sich genommen hat, dass es der Kalorienbedarf überschritten wurde. Natürlich ist es auf Grund der höheren Kaloriendichte von Fett viel leichter, zu viel von diesem zu essen. Es gibt unterschiedliche Fette, welche unterschiedlich gut für den Menschen sind.

Transfette sind die schlechtesten Fette

Fangen wir zunächst mit den schlechtesten, den Transfetten, an. Transfette, auch gehärtete Fette genannt, findet man häufig in frittierten Pommes, Restaurants und anderen Fast Food Läden. Diese künstlich gehärteten Öle werden stark mit vielen Dingen wie Alzheimer, vorzeitiger Tod, hohen Cholesterinwerten und verstopften Arterien in Verbindung gebracht. In einigen Ländern sind solche Lebensmittel komplett verboten. in Deutschland gibt es lediglich eine Ernährungsempfehlung, die wenige Gramm der schädlichen Transfette pro Tag „erlaubt“ – jedoch sollten sie gänzlich auf diese schädlichen Fette verzichten.

Transfette/100 Gramm in ausgewählten Nahrungsmitteln

  • Backfette 0,5 bis zu 30 Gramm
  • Margarine 0,7 bis zu 17 Gramm
  • Chips 0,2 bis zu 7,2 Gramm
  • Pommes 1,6 bis zu 3,1 Gramm
  • Berliner bis zu 9,1 Gramm
  • Blätterteig ca. 3,3 Gramm

Die gesunden Fette – die ungesättigten Fettsäuren

Das „Gegenteil“ dazu sind die ungesättigten, langkettigen Fettsäuren, wie Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren. Durch den unterschiedlichen Aufbau der Fettsäuren lässt sich sagen, dass je flüssiger ein Fett ist, desto mehr ungesättigte Fettsäuren dieses enthält. Butter als Beispiel enthält viele gesättigte Fettsäuren, wohingegen Olivenöl viele ungesättigte Fettsäuren enthält. Die Omega-3 Fettsäuren haben sich als besonders wichtige Schutzstoffe gegen Herzinfarkte, Demenz, Schlaganfälle und vieles mehr bewiesen. Leider stellt der Körper die ungesättigten Fettsäuren nicht selbst her, weshalb wir sie durch Nahrung zu uns nehmen müssen. Diese finden sich viel in
  • fettreichen Kaltwasserfischen,
  • Hering,
  • Muscheln,
  • Leinöl,
  • Chias,
  • Avocado
  • Walnüsse und
  • grünes Gemüse.
Die Omega-6 Fettsäuren sind ebenfalls essentiell, können also nicht selbst vom Körper hergestellt werden. Omega-6 Fettsäuren nehmen wir meist bereits genug durch unsere Nahrung auf, da sie viel in Getreide und in von Getreide gefütterten Tieren zu finden sind. Fett ist nicht nur auf Grund seiner hohen Energiedichte wichtig als Energiespeicher, nein Fett dient ebenfalls als Transportmittel für Fettlösliche Vitamine, Baustoffe für Zellwände und trägt zur Herstellung von Hormonen bei.

Fazit: Fett ist nicht gleich Fett

Es ist also nicht richtig, dass Fett schlecht ist. Gerade die ungesättigten Fettsäuren sind essentiell für den Körper und müssen mit der Nahrung zu uns genommen werden. Lediglich mit den gesättigten Fettsäuren muss man generell aufpassen und natürlich auch generell mit der Menge an Fett, die wir zu uns nehmen, da schnell die Kalorienaufnahme über den Grundbedarf hinausgehen kann und wir so zunehmen.

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